§ 142 StGB - Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort

Bild Unfalll nach Unfalfluch § 142 StGB

Rechtsanwalt Alexander Kaden | Fachanwalt für Verkehrsrecht | Königsbrücker Landstraße 29b, 01109 Dresden

Verteidigung im Verkehrsstrafsachen, insbesondere § 142 StGB

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Unfallflucht, Fahrerflucht, unerlaubtes Entfernen vom Unfallort

Seid über 10 Jahren gehört die Verteidigung gegen den Vorwurf der Unfallflucht gem. § 142 StGB zu meinen Hauptaufgaben als Strafverteidiger.

Viele denken beim Vorwurf der Fahrerflucht nur an schwere Unfälle mit hohen Sach- oder Personenschäden, bei denen sich der Täter der Polizei oder den Ersatzansprüchen des Unfallgegners entziehen will. Was Viele hingegen nicht wissen ist, dass man den Straftatbestand auch erfüllen kann, wenn man selbst am Unfall nicht schuld ist oder selbst nicht gefahren ist.

Oft reicht ein kleiner Parkrempler aus, und das Unheil nimmt seinen Lauf.

Je nach Gerichtsbezirk droht eine Entziehung der Fahrerlaubnis bereits ab einem Fremdschaden von 1300,00 Euro. Da § 142 StGB ein sog. Regelbeispiel für die Nichteignung zum Führen eines Kraftfahrzeugs nach §§ 69, 69a StGB darstellt, wir der Führerschein in vielen Fällen bereits im Ermittlungsverfahren gem. § 111a StPO vorläufig entzogen. Damit bricht oft die Existenz zusammen und juristische Unterstützung erscheint unerlässlich.

 

 

§ 142 - Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort

(1) Ein Unfallbeteiligter, der sich nach einem Unfall im Straßenverkehr vom Unfallort entfernt, bevor er zugunsten der anderen Unfallbeteiligten und der Geschädigten die Feststellung seiner Person, seines Fahrzeugs und der Art seiner Beteiligung durch seine Anwesenheit und durch die Angabe, daß er an dem Unfall beteiligt ist, ermöglicht hat oder eine nach den Umständen angemessene Zeit gewartet hat, ohne daß jemand bereit war, die Feststellungen zu treffen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Nach Absatz 1 wird auch ein Unfallbeteiligter bestraft, der sich nach Ablauf der Wartefrist (Absatz 1 Nr. 2) oder berechtigt oder entschuldigt vom Unfallort entfernt hat und die Feststellungen nicht unverzüglich nachträglich ermöglicht.

(3) Der Verpflichtung, die Feststellungen nachträglich zu ermöglichen, genügt der Unfallbeteiligte, wenn er den Berechtigten (Absatz 1 Nr. 1) oder einer nahe gelegenen Polizeidienststelle mitteilt, daß er an dem Unfall beteiligt gewesen ist, und wenn er seine Anschrift, seinen Aufenthalt sowie das Kennzeichen und den Standort seines Fahrzeugs angibt und dieses zu unverzüglichen Feststellungen für eine ihm zumutbare Zeit zur Verfügung hält. Dies gilt nicht, wenn er durch sein Verhalten die Feststellungen absichtlich vereitelt.

(4) Das Gericht mildert in den Fällen der Absätze 1 und 2 die Strafe (§ 49 Abs. 1) oder kann von Strafe nach diesen Vorschriften absehen, wenn der Unfallbeteiligte innerhalb von vierundzwanzig Stunden nach einem Unfall außerhalb des fließenden Verkehrs, der ausschließlich nicht bedeutenden Sachschaden zur Folge hat, freiwillig die Feststellungen nachträglich ermöglicht (Absatz 3).

(5) Unfallbeteiligter ist jeder, dessen Verhalten nach den Umständen zur Verursachung des Unfalls beigetragen haben kann.

 

 

Welche Strafen drohen bei Unfallflucht?

Der häufigste Fall der Unfallflucht ereignet sich nach dem sog. Parkrempler. Sachschäden am Blech sind die Folge und enden bei sehr geringen Schäden (50-00,00 Euro) oft mit einer Einstellung des Verfahrens.

Bis 500,00 Euro Schaden kommt man in der Regel noch mit einem blauen Auge davon und das Verfahren wird auch in diesem Fall gegen eine Geldauflage eingestellt.

Bei höheren Schäden droht dem Ersttäter dann bereits eine Geldstrafe von 1-3 Monatsgehältern und ein Fahrverbot von bis zu 6 Monaten Dauer.

Je nach Staatsanwalt droht ab einem Fremdschaden von 1300,00 Euro bis 2500,00 Euro die Entziehung der Fahrerlaubnis. Zudem wird eine sog Sperrfrist ausgesprochen. in dieser Zeit darf kein neuer Führerschein erteilt werden.

Zudem droht ein Regress der Autoversicherung. Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort stellt eine Obliegenheitsverletzung in der Autoversicherung dar, sodass diese leistungsfrei werden kann.

Die Konfrontation mit dem Vorwurf der Unfallflucht birgt an vielen Stellen ein erhebliches Risiko von persönlichen und finanziellen Nachteilen, sodass von Anfang an eine professionelle Beratung geboten scheint.

 

 

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Rechtsanwalt Alexander Kaden ist deutscher Rechtsanwalt. Die Berufsbezeichnung Rechtsanwalt wurde in der Bundesrepublik Deutschland verliehen, ebenso die Bezeichnung Fachanwalt für Verkehrsrecht.

Steuernummer:  202/237/00099

Rechtsanwalt Alexander Kaden ist Mitglied der
Rechtsanwaltskammer Sachsen
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Die berufsrechtlichen Regelungen für die Mitglieder mit der Berufsbezeichnung »Rechtsanwältin« bzw. »Rechtsanwalt« sind folgende:

Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO)
Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG)
Berufsordnung für Rechtsanwälte (BORA)
Fachanwaltsordnung (FAO)
Standesregelung der Rechtsanwälte in der Europäischen Gemeinschaft (CCBE-Berufsregeln)
Gesetz über die Tätigkeit europäischer Rechtsanwälte in Deutschland (EuRAG)

Diese Gesetze und Verordnungen finden sich unter der Rubrik »Informationspflichten gem. § 5 TMG« auf der Homepage der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) unter www.brak.de.

Rechtsanwalt Alexander Kaden unterhält eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung. Diese ist für Rechtsanwälte vorgeschrieben. Die Versicherungssumme beträgt 250.000,00 Euro je Schadensfall. Sie kann im Einzelfall erhöht werden. Die Versicherung wird bis zum 31.12.2015 24:00 Uhr bei der Generali Versicherung AG, Adenauer-Ring 7 - 9, 81737 München unter der Vertragsnummer 060005 und ab dem 01.01.2016 um 0:00 Uhr bei der R+V Allgemeine Versicherung AG, Niedersachsenring 13, 30163 Hannover unter der Haftpflichtpolicennummer: 405 84 344 123560 gehalten. Der räumliche Geltungsbereich ist die Bundesrepublik Deutschland.

Soweit vorab nichts anderes vereinbart wird, richten sich die Preise von Rechtsanwalt Kaden nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG).

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Bei Streitigkeiten zwischen Rechtsanwälten und ihren Auftraggebern besteht auf Antrag die Möglichkeit der außergerichtlichen Streitschlichtung bei der regionalen Rechtsanwaltskammer Dresden (gemäß § 73 Abs. 2 Nr. 3 i.V.m. § 73 Abs. 5 BRAO) oder bei der Schlichtungsstelle der Rechtsanwaltschaft (§ 191f BRAO) bei der Bundesrechtsanwaltskammer, im Internet zu finden über die Homepage der Bundesrechtsanwaltskammer (www.brak.de, E-Mail: schlichtungsstelle@brak.de

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